Von Imken-Management und Bienen-Motivation

“Ssssssss.” Ein schöner Sommerabend. Ich mag das, wenn es lange hell ist draußen. Naja, wenigstens noch ein bisschen hell.

“Ssssssss.” Na klar. In der Küche räumt Biene Imke emsig mit den Kuchenresten auf.
Die soll sich lieber mal um ihren Job kümmern: Blümchen, Blüten und Honig.

Ich öffne das Fenster. Das merkt die gar nicht.

Ich versuche, sie mit einem Glas zu fangen. Imke reagiert aggressiv.
Mein hektisches Armwedeln macht es nicht besser.

“Ssssss.” Das ist immer noch meine Küche, ich sag hier wo’s lang geht!
Ich schimpfe. Imke versteht nicht, was ich meine.

Als sie sich beruhigt hat, räume ich die Kuchenreste weg, hätte ich schon längst erledigt haben sollen.
Jetzt wird sie ja wohl an ihre eigentlichen Aufgaben gehen?!
Sie wendet sich der Obstschale zu.

Ich lege eine Spur aus Obst und Krümeln. Imke bleibt unbeeindruckt.
Die versteht aber auch gar nix!

Genervt haue ich auf den Lichtschalter und drehe mich zur Tür um. Soll sie doch machen was sie will!

“Sssssss.” Durch das offene Fenster, aus der dunklen Küche in die helle Abenddämmerung fliegt – die fleißige Imke Imke.

Vermutlich motiviert von einer Blütenhonig-Vision.