Republica – Was soll das?

Die Republica 2013 habe ich wieder mal als sehr inspirierend empfunden, ich habe nette Bekannte getroffen und ganz konkret folgende Learnings mitgenommen.

Für mein nächstes Brainstorming

… werde ich das Tool Airtyper ausprobieren.

Wenn ich im nächsten Vortrag sitze oder selbst einen Workshop vorbereite

… werde ich dank @ralfa und @annalena vermehrt Sketchnotes einsetzen, die ich mit dem Stift von “Wacom” oder “Cosmonaut” direkt aufs iPad malen werden. Dazu plane ich die Apps Paper by FiftyThree und Sketchbook zu testen. Vielleicht schaue ich mir das Buch “Bildsprache” von Barbara Nitzsche oder die App Rocketpics mal an.

Wenn ich Inspiration für die ansprechende Aufbereitung von Daten benötige

… schaue ich bei Wahlwaffeln oder Binders full of burgers vorbei.

Wenn ich mal ein Projekt so richtig gründlich vorbereiten will ;)

… werfe ich einen Blick auf Handout und Checkliste zum Thema “Systemisch + souverän durch den digitalen Wandel” (systemisch wie in Systemanalyse) von @DeltaBerlin.

Falls ich mal Personal auswählen darf

… behalte ich @crocksberlin im Hinterkopf: Gamer sind kooperativ, interaktiv und bereit zum Teilen, weil sie diese Fähigkeiten in Spielen brauchen – zumindest in Multi-Player-Games. Offenbar kommen auch gute Community Manager oft aus dem Games-Bereich. Und warum sollte ein Clan-Leader bei “World of Warcraft” nicht auch gute Führungsqualitäten haben?!

Falls ich mal was mit Customization mache

… denke ich an @kathrinpassig und Zufallsshirt: Sie erstellt mit SVGs, freien Vector-Grafiken, “künstlicher Dummheit” und freien Fonts T-Shirts mit einmaligem Design. Dabei hat sie gelernt:
* Customizing empfinden User als Arbeit, Rumklicken macht ihnen Spaß.
* Die Menschen wissen zwar nicht, was sie wollen. Sie wissen aber, was sie nicht wollen.
* Wenn User ein Produkt vorgeschlagen bekommen, dann möchten sie es oft geringfügig verändern, bevor sie es kaufen.
* User haben oft seltsame Wünsche, das muss man akzeptieren.
* Ein System sollte, wenn möglich, aus den User-Eingaben lernen: Evolution!
Das Video zur Session: http://youtube.com/watch?v=doPGYWNT-3s

Wenn ich mal ein Spiel entwickle oder Gamification irgendwo unterbringen kann

… gilt es zu bedenken: Es gibt mehr weibliche Gamer über 55 als solche im Teenager-Alter. Das meistverkaufte Spiel ist immer noch Sims. Neben dem Trend zur Gamification gibt es eine Quantified-self-Bewegung.

Falls ich mal für eine richtig böse Firma arbeite ;)

… halte ich mich nicht mehr mit Cookies auf, die der User deaktivieren oder löschen kann und die darüber hinaus per EU-Richtlinie kompliziert geworden sind.
Ich setze auf “Browser Fingerprinting”: Wenn man Systeminformationen- und konfigurationen (Browserversion, Plugins, installierte Schriftarten, Systemfarben…) zur Identifikation des Users nutzt, dann kann man zu 92% eindeutige Profile erstellen. Seinen eigenen “Browser Fingerprint” kann man hier auslesen: http://bfp.henning-tillmann.de
@henningtillmann hat das Thema im Rahmen seiner Diplomarbeit untersucht und weist darauf hin, dass sogar persönliche Vorlieben über den Browser Fingerprint ausgelesen werden können: Schriftarten kommen mit bestimmten Programmen oder tragen aussagekräftige Name (eigene Handschrift trägt eine Klarnamen, Schrift kommt mit Disney-Software, Partei-Font). Auch über das Login bei Sozialen Netzwerken (Stichwort Like-Button) können Infos aus Facebook, Google+, Twitter und Co ausgelesen werden.
Eine Anonymisierung des Fingerprints ist zwar theoretisch möglich – Java deaktivieren, Click2Flash oder Browser-Plugins wie Ghostery installieren – macht den Rechner aber auch wieder unverwechselbarer. Mit einer virtuellen Maschine und nicht angepasstem Betriebssystem zu surfen ist auch eher unpraktikabel. Ein Schutz gegen das Auslesen des Fingerprints scheint also nicht möglich.
Der Fingerprint könnte aber auch zum Vorteil des Users verwendet werden: zum Beispiel als zusätzliche Sicherung für Online-Banking.

Wenn ich mal ein Datenjournalismus-Projekt begleite

… habe ich hier schon meine Notizen notiert.

Last but not least: Falls ich mal Kinder habe

So what?

Ich überlege gerade, mein Hotelzimmer für Mai 2014 schon mal zu reservieren

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Weitere Rückblicke zur Republica 2013 abseits der Massenmedien gibt es von Monika und Tanja.